
Auf der Suche nach freiheitlicher Ordnung, nach Formen der analogen Vergemeinschaftung, etwa in Form von „Wohnzimmern der Gesellschaft“. Also Orte, an denen man sich konsumfrei treffen kann, sollen hier laufend dokumentiert werden.
Orte, die man alle im Land finden kann. Orte an denen man sich zum Beispiel einmal im Monat, oder auch im Jahr, ohne Anlass oder für ein Konzert, ein Dinner oder wozu man sich gern treffen möchte. Ganz einfach.

Die Bibliothek in Helsinki gilt derzeit als leuchtendes Beispiel.
Neben dem Bücherverleih bietet die Bibliothek auch öffentliche Arbeitsbereiche, die mit Computern, Nähmaschinen und 3D-Drucker ausgestattet sind und allen Besucherinnen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können öffentliche Veranstaltungsräume, Videospielbereiche, Tonstudios, ein Kino und eine Küche genutzt werden.
Man kann die Instrumente kostenlos ausleihen, auch Nähmaschinen und 3-D-Drucker – oder gleich ein komplettes Foto- oder Tonstudio buchen. Es finden sich auch gemütliche Sofas, wo man Freundinnen und Freunde treffen oder auch einfach nur chillen kann. Für all das braucht es nur eine Bibliothekskarte, und die ist für alle Menschen in Finnland kostenlos.

Der Name „Oodi“ wurde gewählt, um der Stadt und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern ein Gefühl der Würdigung und Anerkennung zu vermitteln. Die Übersetzung des Namens als „Ode“ spiegelt die Rolle der Bibliothek als eine Zelebrierung von Kultur, Wissen und Demokratie wider.
Die architektonische Gestaltung verteilt die Funktionen der Bibliothek auf drei Ebenen: ein lebendiges Erdgeschoss, ein ruhiges Obergeschoss und einen geschlossenen Zwischenbereich mit Mehrzweckfunktion. Das Entwurfskonzept dreht sich um die Verknüpfung der drei Ebenen. Der Platz vor dem Gebäude erstreckt sich durch die Glasfassade ins Innere und verbindet sich mit den öffentlichen Räumen des Erdgeschosses. Das dritte Stockwerk bewahrt die traditionelle Bibliotheksatmosphäre und verfügt über einen „Bürgerbalkon“ mit Blick auf die urbane Landschaft.

Ich will gerade in mein übliches französisches Frühstück mit Croissant, Butter, Camembert und Erdbeer-Marmelade beißen, eine schöne Schokolade mit Espresso und ein Glas Orangensaft dazu trinken, da schockt mich die Libération bei meiner morgendlichen Lektüre, dass den Käsemachern die Pilze ausgehen.
Der Camembert mit seiner flaumigen weißen Kruste. Die ausschließliche Nutzung des weißen Pilzstamms führt inzwischen zu einem Problem, das dem weißen Käse ein Ende bereiten könnte.
Der Stamm wird nicht geschlechtlich vermehrt, sodass kein neues Erbgut hinzukommt. Mit der Zeit hat er so die Fähigkeit verloren, für die Reproduktion notwendige Sporen zu produzieren. In dem Beitrag heißt es, für Produzenten sei es mittlerweile sehr schwierig geworden, den Pilzstamm in ausreichender Menge zu bekommen.
Les chercheurs mettent en garde contre les dangers de l'appauvrissement génétique des espèces fongiques responsables de la fermentation de certaines formations... Jusqu'à sa disparition possible.

Als 2014 irgendwelche grüne, russisch sprechende, Männchen auf der Krim auftauchten hatte ich das Vergnügen an einer Moskauer Restaurant Diskussion zu dem Thema, welches Land gehört wem, teilzunehmen. Mein seinerzeitiger Vorschlag, vor dem Hintergrund beliebig aus der Luft gegriffener Argumente für eine Okkupation anders verwalteter Gebiete, Königsberg (heue Kaliningrad genannt) wieder an Deutschland anzugliedern löste fast eine Wirtshauskeilerei aus. Die erst durch die Anwesenheit eines befreundeten Geheimdienstmitarbeiters beruhigt werden konnte unter dem Hinweis, dass die treuen Bürger einfach zu viel Staats-TV schauen. Der Propaganda ist schwer zu widerstehen.
Dieser geheime Insider gab mir unter fröhlichem Zuprosten lächelnd recht und seinen Landsleuten auch. Man wechselte zu leichteren Themen und die Party ging fröhlich weiter.
Es kommt immer darauf an welches Früher man in Erwägung zieht. Da bieten sich noch ganz andere Perspektive.